Rund um die Uhr einsatzbereit

 
Die Einsatzabteilung Wallerstädten der Freiwillige Feuerwehr der Kreisstadt Groß-Gerau ist rund um die Uhr und an jedem Tag einsatzbereit. Circa 20 Mal werden die freiwilligen Helfer pro Jahr zu Einsätzen gerufen. Doch wie erfahren die Feuerwehrleute von einem Brand oder Unglück?
 
Geht ein Notruf in der Zentralen Leitstelle Groß-Gerau ein und es werden die Feuerwehr oder andere Rettungsmittel benötigt, gibt der Disponent das Alarmstichwort in einen Computer ein. Die Software macht dann je nach geographischer Lage und Art des Einsatzes unterschiedliche Vorschläge nach einer festgelegten Alarm- und Ausrückeordnung (AAO), mit welcher Rettungsmittel alarmiert werden können.
 

Stiller Alarm

Eine weit verbreitete Methode, Einsatzkräfte zu alarmieren, ist die "stille Alarmierung" über tragbare Funkmeldeempfänger (FME), im Volksmund auch Piepser genannt. Die Feuerwehrleute tragen den Piepser ständig bei sich, auch nachts liegt er empfangsbereit neben dem Bett. Im Einsatzfall werden die Funkmeldeempfänger durch die Zentrale Leitstelle Groß-Gerau ausgelöst und geben dann einen lauten Signalton von sich. Anschließend schaltet sich der Funkkanal der Leitstelle ein. Über einen kleinen Lautsprecher hören die Feuerwehrleute meist schon das Alarmstichwort der Alarmierung. Weil nicht immer alle Feuerwehrleute gleichzeitig benötigt werden, gibt es in den Einsatzabteilungen mehrere Alarmschleifen mit unterschiedlicher Personalstärke.
 
In Deutschland erfolgt die Alarmierung noch im analogen Funknetzen, die bundesweit standardisiert sind. Gleichwohl findet in den kommenden Jahren ein Generationenwechsel von alten, analogen Funknetzen innerhalb des BOS-Funks, hin zur modernen, digitalen Übertragung statt.
 

Wenn die Sirenen heulen...

Eine andere Methode zur Alarmierung der Feuerwehr ist die laute Alarmierung per Sirene. Die Sirenen sind an strategisch günstigen Punkten im Stadtgebiet, meist auf öffentlichen Gebäuden installiert. Nur bei Großschadenslagen, bei besonderer Gefahr für Menschenleben oder zur Warnung der Bevölkerung vor Katastrophen wird noch Sirenenalarm ausgelöst. Diese Alarmierungsart kommt relativ selten vor.
 
Zwei Mal im Jahr wird die Funktionstüchtigkeit der Sirenenanlagen mit einem Probebetrieb überprüft. Jeweils am letzten Samstag im April und am letzten Mittwoch im Oktober wird zwischen 10.00 Uhr und 10.30 Uhr ein einminütiger Heulton ausgelöst. Er fordert die Bevölkerung auf, geschlossene Räume aufzusuchen und Radio und Fernseher einzuschalten und auf Durchsagen zu achten.